Blower-Door-Test bei einem Varioself Massivhaus
Zum Jahresende stand noch eine Überprüfung der Varioself-Bauqualität auf dem Programm.

Neubau eines EFH in Sülfeld
Zuerst machten wir in Sülfeld bei Lübeck einen Blower-Door-Test (Bei Wikipedia zu finden unter dem Suchwort Differenzdruck-Messverfahren ). Das Gebäude (1 ½ geschossig mit ca 160 qm) war im Rohbau fertig. Bevor jetzt mit dem Ausbaugewerken begonnen werden konnte, sollten mögliche Luft-Leckagen aufgespürt werden. Dies geschieht mit einem großen Gebläse, das bei 50 Pascal Unterdruck die Luftmenge misst, welche durch die Fugen und undichten Stellen des Hauses nachströmen kann.

Gebläse um den Unter- bzw. Überdruck zu erzeugen. Urheber: “Bauthermografie & Luftdichtheitsprüfung Lutz Weidner“

Schematische Darstellung. Entnommen bei Wikipedia gem. GNU-Lizenz
Ein normales Einfamilienhaus darf bis zum 3-fachen des Gesamtvolumens des Hauses an Luftwechselrate in der Stunde vorweisen. Ist das Haus mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung ausgestattet, sogar nur das 1,5 fache, wie es in diesem Fall war. Zusätzlich war der Bau mit einer Wärmepumpenheizung ausgestattet. Erschwerend kam noch hinzu, dass ein Teil des Spitzbodens offen zum darunter liegenden Schlafzimmers sein sollte und das tragende Gebälk des Dachstuhls die winddichte Folie an mindestens 20 Stellen unterbrach.
Die Bauherren und auch wir waren erleichtert, dass es keine größeren Fehlstellen gab und die Anforderungen mit einem Wert von 1,20 bereits im Rohbau um ca. 30% besser sind als zulässig.